Sie kommen aus Irland und erobern unsere Herzen im Galopp.


Zottelig,
pummelig,
großfüßig,
tollpatschig,
liebenswürdig, ...

Das kann doch nur ein Tinker sein!

 

Irish Tinker

 

Ein Irisches Sprichwort lautet:

"Zigeuner-Gold klimpert und glitzert nicht

- es glänzt in der Sonne und wiehert im Dunkeln."

 

Irlands Coole Schecken

Ursprünglich kommt der Tinker aus Irland.
Er ist das Wagenpferd der irischen Zigeuner.
Daher auch sein Name Tinker (Kesselflicker).
Der irische Name des Tinkers ist colored cob of gibsys.

Original aus Irland kommend, gibt es mittlerweile einige Zuchthöfe für den Irish Tinker, daduch wurde der Typ, ursprüngliches Stockmaß zwischen 1,30 - 170 m waren nicht ungewöhnlich, mehr oder weniger vereinheitlicht.

Zwei Typen haben sich durchgesetzt: vanner - der leichte Typ
cob - der schwere Typ

Das Stockmaß liegt inzwischen bei ca. 1,35 -1,50 m
Irish Tinker wurden bevorzugt in Irland von Tinkern ( Kesselflickern) zum Fahren vor der Kutsche eingesetzt. Kesselflicker waren arme Leute und durch die Scheckung der Pferde waren sie bei einem Diebstahl leicht wiederzuerkennen. Damals ein wichtiger Aspekt. Sie galten schon von jeher als zuverlässige Pferde, das mußten sie auch, denn die Kesselflicker waren angewiesen auf zuverlässige Pferde - wurde ihnen doch das gesamte Hab und Gut, samt ihrer Familien anvertraut.
Schon in Irland wurden Dales, Fellpony, Welsh und Shirehorses zur Nachzucht verwendet, dadurch entstand auch das uneinheitliche Rassebild. Noch heute laufen "wilde" Tinker frei durch Dublin. Sie ernähren sich von dem, was so am Straßenrand zu finden ist. Sie werden eingefangen, kommen zum Schlachter oder werden exportiert.
Der Irish Tinker ist liebenswert und neugierig und kennt "seinen" Menschen sehr genau.
Rassetypisch sind eine leichte Ramsnase, ein Ziegenbart und sehr wenig Widerrist. Er hat große helle Hufe, deren Qualität sehr gut ist und hat langes, dickes Mähnen- und Schweifhaar.
Er ist robust, trittsicher, menschenbezogen mit einer hohen Knieaktion und raumgreifenden Schritten. An den Beinen befinden sich ein Behang, meist so lang, daß mehr als die Hälfte der Hufe bedeckt ist. Der Hals ist kurz und kräftig und er hat die typisch geteilte Kruppe eines Kaltblutes.
Ein schreckhafter Tinker ist eher selten. Kommt ihm etwas seltsam vor bleibt er stehen und/oder trampelt mit den Hufen auf der Stelle. Danach wird das Objekt des Erschreckens begutachtet und damit hat sich für ihn die Sache.
Die Farben: Am häufigsten kommen Rapp- und Braunschecken vor. Rappschecken nennt man "piebald", alle anderen "shewbald".
Aber Außnahmen bestätigen die Regel:-) Es gibt auch Palominoschecken, aber auch dann sind Mähne und Schweif meist schwarz-weiß. Dann gibt es noch den Porzellanschecken -blue-rown and white - . Allerdings werden diese Schecken mit zunehmenden Alter immer heller. Dies ist auch bei event. Züchtung zu beachten. Porzellanschecken vererben den Schimmelfaktor weiter. Die meisten haben eine Tobianoscheckung (Plattenscheckung).
Robust und lernbegierig, wie sie sind, sind sie vielfältig einzusetzen. Ein gut behandelter, artgerecht lebender Tinker garantiert einen Freund für`s Leben. Was will man mehr von seinem Pferd?

 

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